Privat

Mit 6 Jahren stand ich zum ersten Mal auf Langlaufski und vier Jahre später nahm mich mein Papa mit ins Biathlontraining, das mir von Anfang an sehr viel Spaß gemacht hat. Bis zur Mittleren Reife habe ich zu Hause bzw. am Biathlonzentrum in Gosheim trainiert. Anschließend bin ich nach Furtwangen aufs Skiinternat gewechselt, wo ich 1998 mein Abitur bestanden habe. Nach einem erfahrungsreichen Freiwilligen Sozialen Jahr im örtlichen Krankenhaus ging ich zur Bundeswehr in die Sportfördergruppe, um mich voll auf den Biathlonsport zu konzentrieren. Als dreifache Junioren-Weltmeisterin 1998 und 1999 lief ich in meiner ersten Weltcup-Saison 2002/03 regelmäßig unter die Top 20 der Welt. Nach einigen internationalen Erfolgen, aber auch prägenden Niederschlägen, konnte ich in der Saison 2008/2009 meinen ersten Weltcupsieg einfahren und in der koreanischen Heimat meiner Mama als glückliche Vizeweltmeisterin im Sprint und einer Bronzemedaille mit der Mixstaffel die Heimreise antreten. Danach folgten weitere Podiumsplätze und noch zwei Siege. Die folgende Saison, die letzte meiner sportlichen Zeit, war die beste. Mit dem Gewinn von zwei Bronzemedaillen in Vancouver ist für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. In Oslo gelang mir der Hattrick am Holmenkollen, der mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die „kleine Kugel“ im Sprint als Disziplinsiegerin und der 2. Platz in der Weltcupgesamtwertung waren weitere Highlights der Saison. Und in meinem letzten Rennen noch mit einer Goldmedaille bei der Mix-WM belohnt zu werden, war einfach nur zu schön, um wahr zu sein! Somit konnte ich ganz entspannt auf dem Höhepunkt meiner Karriere dem Sport „goodbye“ sagen, getreu nach dem Motto: „Wenn´s am Schönsten ist, soll man aufhören.“

2008 heiratete ich meinen langjährigen Freund und Heimtrainer, Steffen Hauswald, auf den Seychellen und ein Jahr später folgte die kirchliche Hochzeit mit vielen lieben Menschen. Dieser wundervolle und einzigartige Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben. Nachdem ich dann 2010 meine aktive Karriere beendet hatte, folgte ein Jahr, in dem ich mich einerseits auf das Abtrainieren konzentrierte, was ich als langjährige Leistungssportlerin als sehr wichtig erachte. Auf der anderen Seite habe ich einfach die Zeit genossen, um das zu tun, was in all den Jahren zuvor zu kurz gekommen ist. z.B. Freunde besuchen, viel lesen und mich an das neue Leben gewöhnen :-)

Ende 2011 kamen dann unsere beiden Söhne, Filou und Noah auf die Welt, die seit ihrem Ankommen meinen Tagesablauf bestimmen. Die ersten 3 Jahre habe ich mich voll und ganz unserem Stern und Sonnenstrahl gewidmet. Zu sehen und zu erleben, wie sie ihre Welt entdecken und mein Leben auf eine besondere Art und Weise bereichern, ist ein wunderschönes Geschenk, über das ich sehr sehr dankbar bin.

Seit Ende 2014 bin ich Dipl. Mental-Coach und habe im März meine Ausbildung zum Mentaltrainer erfolgreich abgeschlossen.Darin habe ich meine zweite Berufung gefunden und freue mich auf meine zukünftige Arbeit als Coach.

In meiner Freizeit, lese ich viele interessante Bücher, die mich zum Nachdenken und Nachsinnen anregen. Wenn es die Zeit zulässt, geh ich auch mal ins Kino - da darf von lustig, absurd bis hin zu melancholisch alles dabei sein. Vor allem mag ich deutsche Filme sehr gern. Freundschaften zu pflegen ist mir auch sehr wichtig und ich genieße gern auch mal ein leckeres Abendessen mit meinem Mann in unserem Lieblingsrestaurant.

Lebensmotto: „Sport ist nicht alles im Leben, nur ein kleiner Teil davon, der uns Höhen und Tiefen unseres menschlichen Daseins spüren lässt und uns danach formt.“